30 July 2008

Portland


Wenn man Portland irgendwie einordnen will, muss man ganz schön überlegen.

Die Stadt ist toll, bloß warum?

Ist es das öffentliche Verkehrsnetz, das jedermann kostenlos zur Verfügung gestellt wird? Sind es die vielen Brauereien, großes Angebot, vernünftige Preise, freundliche Leute?
Sind es die Geschäfte, die irgendwie anders sind, ohne den Touristenkitsch, ein bisschen Vintage, Nostalgie, alternative Auslagen, differenziertes Angebot?
Sind es die vielen Bäume am Straßenrand?


Ist es die fehlende Verkaufssteuer? ... - oh, ja, das ganz bestimmt.



Brauerei, moderne Kunst, gutes Bier, Leute, zu denen man an den Tisch gebeten wird.


















Monet in Natur. Wahrscheinlich hat er hier abgekupfert.








Ein Museum der Geschichte Oregons, in dem die Angestellten sich für den Besuch bedanken.
Multimedia von den Ureinwohnern bis heute, mit Diskussionsforum, Ton, Bild, Exponaten ... ganz kritisch betrachtet.














Und hier junge Geschäfte, freundliche Leute, so ganz anders als das übliche Chrom, Glas, Buche, Lack der eleganten Businesswelt. Die Stadt macht den Eindruck, als habe eine neue Generation die Stadtplanung übernommen, neue Konzepte in der Verkehrsführung entwickelt (man stelle sich vor, Straßenbahnen und Busse sind gratis!!!!) und das Personal adequat geschult.
















Portland ist mit Souzhou in China verschwistert. Natürlich haben sie auch einen chinesischen Garten. Da wir das Equivalent in Souzhou kennen, können wir sagen: gut gelöst. Ein Ort der taoistischen Ruhe in all dem Großstadtgetümmel. Chinesischer Tee, chinesische Kunst und die authentische Gartengestaltung.


















Ja, und dann gibt es noch so was Altmodisches wie öffentliche Telefone.

Früher an jeder Ecke mindestens 4, heute nix mehr. Wenn man also kein Cellphone hat, kann man getrost hierher kommen. Hier kann man noch so wie früher telefonieren, mit dem Straßenlärm und den fehlenden Quarters, was die Telefonzeit auf ein Normalmaß reduziert.

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