26 February 2010

Hampi – und dann?

Diese Frage trieb uns seit den ersten Tagen in Südindien um: wohin, wenn die gebuchte Rundreise beendet sein würde? Wir hatten gehofft, von weiteren „lohnenden“ Zielen zu hören, schöne Strände zu erleben, wohin wir noch einmal würden fahren wollen. Das war aber alles nix, und längere Reisen in entferntere Landesteile wollten wir uns auch nicht mehr zumuten. So fiel der Entschluss: wir fahren nach Goa. Und wohin dort? Vor vier Jahren hielten wir uns in Nord-Goa im Hotel Sonesta eineinhalb Wochen lang auf, das gefiel uns damals sehr gut ... Gina dort angerufen (Tel.-Nr. aus dem Internet) und reserviert.

Dann noch die Suche nach Transportmittel. Im Prinzip das gleiche wie in Bangalore. Der nächste Zug geht erst am Mittwoch, wir wollten aber Dienstag fahren. Bus ohne A/C, also PKW. Rumgesucht, zu Handeln versucht ... mit äußerst mäßigem Erfolg, handels – „einig“. Abfahrt wieder 09:30 Uhr, mit 10 min. Verspätung war der Fahrer endlch da (Verspätung untypisch).

Und als es nach dem Verstauen des Gepäcks losgehen sollte, kam zunächst eine Überraschung: „Can you switch on the A/C, please?“ You have without A/C.“ “I have what? Without A/C? Never in this country without A/C!” “I am sorry, I am only the driver … the car has A/C, but you booked without …” Er wählte eine Nummer auf dem Handy und gab es mir, es war der Travel Agent, der meinte, wir hätten ohne Klima gebucht … Wir haben ein Auto mit Klimaanlage gebucht! Das Auto hat Klimaanlage, wir hätten aber ohne gebucht … hin und her. Dann soll der Fahrer doch die Klimaanlage einschalten, wo ist das Problem? Und schließlich: es ist zum Heulen, wie Ihr Inder mit uns umspringt. Man macht mit Euch ein Geschäft, einigt sich, und hinterher wird der Ausländer nochmals ordentlich über den Tisch gezogen – es vergeht einem die Lust, dieses Land zu bereisen ... Das alles aus dem Stegreif in druckfertigem Englisch ... Ich Telefon aus, hat aber der Agent den Fahrer gleich nochmals angerufen: er soll Klima einschalten!

Unterwegs wurde Gina noch speiübel mit mehreren erforderlichen Stops, das schien dann auch noch unseren Fahrer anzustecken, am liebsten wollte der uns 20 km vor dem Ziel am Busbahnhof absetzen, wir sollen von dort halt irgendwie zu unserem Hotel fahren, er könne nicht mehr, er habe gesehen ... Ließen aber nicht locker, der arme (?) Kerl musste durchhalten, nach ca. 10 Stunden für 300 km kamen wir endlich in unserem Hotel an. Sonesta in Candolim.

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