22 June 2015

Playa in Villa

¡Hola, Hola!

Ja, das ist heute gegen Abend ein Tag für die Kinder hier an der Playa.  Die Mütter haben wieder ihr Stelldichein in ihren Frauengesellschaften ohne die Väter. Gesten  waren ja die Großfamilien hier, die Omas und Opas und auch die Männer, war ja schließlich Domingo. Heute  ist man wieder unter sich. Die Schulkinder haben Schule aus und wetteifern im Wellenspringen. Die Mütter müssen die Fernsehsendungen  bekakeln, sich bisschen austauschen was es am Wochenende Feines zu essen gegeben hat und die Pfunde begutachten, die sie sich  damit auf Bauch und Hüften gepackt haben. 
Die Welt ist in Ordnung. Der Strand ist gut besucht, hier total in spanischer Hand, nur Einheimische ... und ich. Es ist so schön anzusehen, die Kinder haben eine Mordgaudi. Die Großen sind im Wasser und die Kleinen graben  den Strand um. Und ich sitze hier stylish mit Stühlchen, Sonnenschirm auf und iPad auf den Knien und fabuliere. So komfortabel hatte Goethe es nicht!  Die  Wellen kamen ganz plötzlich angerollt, ich war auch drinnen. Als es mich fast derhutz hat und ich mit Müh' und Not meine Sonnenbrille festhalten konnte, bin ich lieber raus, schließlich habe ich in diesem Urlaub schon eine verschlampt und die Teile mit Gleitsichtgläsern und ordentlichem Gestell kosten ja  echt Schotter. Ja und dann schaufeln mir doch so zwei kleine Bauarbeiter rückwärts im Übereifer ein paar Schaufeln Sand ins Gesicht. Das war den Müttern derartig peinlich, dass sie mir gleich eins von ihren Schokoladencroissants anboten zur Wiedergutmachung. Zuerst habe ich abgelehnt, aber als die eine dann sagte, ihre Abuela habe die selbst gebacken, weil sie gestern Geburtstag hatte, na ja da hab ich mich breitschlagen lassen und hab eins gegessen. Und, oh wie gut! Und süß und innen voll mit flüssiger Schokolade. Ungefähr so wie das leckere Schokoladensoufflee, das ich gelegentlich in Goa esse. Und  ¡Kalorien! echt spanisch.
Und jetzt lassen die Wellen nach, die Kinder kommen raus, haben Hunger und werden mit riesigen Bocadillos, Chips und Limo abgefüttert. Abendessen an der Playa, praktisch, kein Tisch zu decken, kein Abwasch, was will die Hausfrau mehr. Und weil jetzt auch eine leichte Brise aufkommt, werde ich mal hochladen und heimgehen.

¡Hasta luego, guapos y guapas. Saludos y besitos como siempre! 

Eure 
¡GinaEspañola!



1 comment:

Anonymous said...

schöner Vierteiler…

spannender Kampf…und Schulterschwung in den Hof hinab. (2:39:00)

https://www.youtube.com/watch?v=YI2D9Y-pgpQ


Das finale Ringen am Boltschaja -Tor beginnt …(2:36:26)

“Ja er war ein Rebell. Er hat gewusst was er wollte, nicht alle wissen das.”
(Strogoff)

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Jules Verne, Der Kurier des Zaren, Büchergilde Gutenberg, Frankfurt am Main, 1967


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