30 April 2008

Mit Bahn und Bus zum Vulkan

Eines kann man lobend über "die Japaner" sagen: das Reisen wird einem in gewisserWeise schon ein wenig leicht gemacht. Da gingen wir doch gestern in Kumamoto zur Touristeninformation und äußerten den Wunsch, auf den Aso - Vulkan zu fahren. Holen die doch gleich ein vorbereitetes "hektografiertes" Blatt hervor, auf dem Abfahrzeiten des Zuges ab Kumamoto nach Mt. Aso Station, des Anschlussbusses weiter zur Seilbahnstation und zurück fein säuberlich zusamengestellt waren.

So brauchten wir für diesen Ausflug nicht ein extra Hotel in den Bergen buchen, uns die Fahrerei zusammensuchen usw. Wir machten also einen Ausflug auf den Vulkan (wir tanzten nicht!).

Das erforderte frühes Aufstehen, Wecker 06:30. In dem Diesel-Triebwagen hätte ich mich ja am liebsten selbst an's Steuer gesetzt, aber ich hatte ja nur Lizenz für Elok. Also in den Waggon rein und los. Nach ca. einer Stunde kamen wir in dem Örtchen Mt. Aso an und wechselten auf den Bus, der uns zur Seilbahn brachte ... nochmal 40 Minuten.

Und als wir sahen, dass das gar nicht weit zu laufen war, gingen wir den asphaltierten Weg neben der Fahrstraße hinauf zum Kraterrand. Außer uns waren da noch jede Menge anderer Touris, aber alles Japaner, die meisten in Gruppen. Die Kapazitäten an Parkplätzen, Gehwegen entlang dem Kraterrand usw. sind "beachtlich" für wirklich große Touristenströme.

Und in dem Krater brodelte doch tatsächlich eine schön grün-blaue Suppe, ähnlich einem Gletschersee. Und nach Schwefel und ich weiss nicht was für Mineralien roch es auch ... obwohl
die Aktivität des Vulkans heute ausgesprochen niedrig war. Vor Schwefeldioxid warnen die allerorten, asthmakranke dürfen nicht hinauf ... heute aber betrug der Messwert 0 ppm, also NIX. Anschließend wanderten wir da oben noch ein wenig rum, die ganz große Kratertour zu dem derzeit Haupt-Krater haben wir uns dann aber geschenkt.

Tucker tucker ging es dann nachmittags wieder runter und zurück nach Kumamoto; dort holten wir die Koffer im Hotel ab, schnell in der Lounge noch ein Bier gegen den shlimmsten Durst, und dann ab die Post weiter nach Süden, in die südlichste Großstadt Japans: Kagoshima.

Im übrigen war heute der Letzte des Monats, in dem ich fünfundsechzig wurde - ein schöner letzter Arbeitstag. Ab sofort bin ich Pensionist ...

c by Wolfgang

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