19 April 2006

Wackeldackel auf der Hutablage

Ist das noch ein Begriff? Die Dackel (oder andere Hunde) im Massstab ca. 1:10, die frueher in trauter Einsamkeit mit Klopa-Rollen in gehaekelten Umhuellungen die Hutablagen von z.B. 180er-Mercedes oder Opel Rekord zierten, und deren Kopf nickte, wenn das Auto sich bewegte?

Ihre Verwandten haben wir hier in Indien getroffen. Dazu muss ich aber ein wenig ausholen:

Einige Male, wenn wir einen Tempel besichtigt haben und mit so einem Chef-Priester ins Gespraech kamen, hat dieser uns nach div. Statuen usw. auch noch eine Sammlung "Fahrzeuge" gezeigt, die abseits in einem Schuppen oder Art Garage verstaut waren. Es handelte sich dabei um Wagen aehnlich denen bei der Meenzer Fassenacht mit so grossen Figuren drauf. Nur, hier sind die Figuren auf den Fahrzeugen etwas Heiliges, bildnishafte Darstellungen von Goettern oder so und werden bei Umzuegen/Prozessionen durch die Strassen gekarrt und zu diesem Zweck praechtig geschmueckt. Und jetzt wollt Ihr wissen, was diese Prozessions-Wagen mit den Wackeldackeln zu tun haben?
In einer dieser Sammlungen hatten die einen Elefanten auf den Wagen "gestellt" - wenn man den am herabhaengenden Ruessel anstiess, dann nickte der gerade so wie damals die W.dackel.

Und wenn man hier eine Zeitung kauft und man fragt den Z.verkaeufer, ob Rs. zweifuffzig o.k. sind, dann wackelt der auch so ein bisschen mit dem Kopf. Genau genommen nickt er nicht, wackelt eher hin und her, gleichzeitig aber auch so ein bisschen von unten herauf nach oben - wenn Sie wissen, wie ich das meine. Mit dem Kopf gewackelt bedeutet bei uns ja Verneinung, das beschriebene komplexe Bewegungsbild des Zeitungsverkaeufers bedeutet aber Zustimmung. - Darauf muss man erst einmal kommen. Aussehen tut es jedenfalls auch ein bisschen wie das "Wackeln" des Dackels, und man sieht/erlebt es taeglich vielmals.

Was man auf Reisen nicht alles erlebt ... und was fuer Erkenntnisse einem so kommen ... und das ca. 24 Stunden vor der Landung in FRA.

Der Mom geht's augenblicklich nicht so ganz, wir haben ein paar Stunden Aus-Zeit genommen, deshalb mein Exkurs in die Welt der Blogger.

Heute Vorm. waren wir uebrigens auf den Spuren von Holger und Philipp in dem Cafe ueber dem Musikladen in der Naehe des Victoria Terminus und goennten uns einen Eiscafe, kauften auch ein ... zwei CDs. Und den Vict.Term. haben wir uns auch eingehend angesehen - Bahnhof muss "man" schliesslich gesehen haben ...

So, und das war schaetzungsweise der letzte Eintrag waehrend unserer Fruehlings-Indien-Reise. Gehabt Euch wohl ... und bis in Kuerze ...

c by wolfpress

2 comments:

Jan on Tour said...

Ich weiss, was du meinst. Der Peter hatte auch mal so einen Wackeldackel. Irgendwann sah der aber bisschen so aus, wie 'ne "Fünf Freunde jagen die Entführer" Kasette auf der Hutablage nach 'ner Spanienfahrt...
Die Kopfbewegung der Inder sieht finde ich immer so bisschen aus wie 'ne acht - oder ein Möbiusring oder so. Die konnte man regelrecht durch's Telefon hören, wenn man bei BearingPoint den IT-Support angerufen hat "Hehloh, mai neym is Ranjid! Hou ken ai hehlp yuh todey!?!" [kopfwackel]
Der Christian macht davon auch eine super Verkörperung.

Ich wünsch euch noch nicht zu stressige letzte Stunden in Mumbai und dann einen guten Flug!

Liebe Grüße

Jan

PhilippinFreiburg said...

Das Kopfwackeln kenn ich auch und es hat uns seinerzeit auch ein wenig irritiert. Ein zweites typisches indisches Merkmal ist das "Yes, friend!" wenn man sich nur interessierterweise einem indischen Staßenstand nähert.
Jetzt seid ihr wahrscheinlich schon wieder in Deutschland. Wünsche euch schönes Eingewöhnen und bis morgen.
Viele Grüße euer PeHá