13 October 2005

Sikh Heiligtum












Besonders tief berührt hat uns der Besuch der Sikh Heiligtümer. Wir haben verschiedene Tempel in Delhi, Amritsar und im Himalaya, Govind Ghat, Govind Dham und Hemkunt besucht.


Während wir in Delhi und Amritsar nur zu den wunderbaren Tempeln hingefahren wurden, haben wir im Himalaya selbst eine Pilgerreise unternommen.
Wir wurden mit den Jeeps nach Govind Ghat gebracht, um von dort aus per pedes nach Govind Dham aufzusteigen. Diese Strecke ist ca. 13 km lang und wir mussten einen Höhenunterschied von ca. 1200 m überwinden. Unsere Bergtour dauerte 6 1/2 Stunden im Schweisse unseres Angesichts.Dort, in Govind Dham, haben wir in einem einfachen Hotel übernachtet. Abends besuchten wir den örtlichen Gurudwara, nahmen an den Zeremonien teil und wurden zu Tee und Essen eingeladen.
Was genau dies alles beinhaltete berichte ich später.
Am nächsten Morgen setzten wir unsere Pilgerreise nach Hemkunt fort. Diese Strecke legten wir allerdings nicht zu Fuss zurück sondern mieteten uns ein Maultier. Ein Führer begleitete uns bis hinauf in die schwindelerregende Höhe von 4329 m.

Dieser Tempel ist der höchstgelegene Tempel Indiens und der höchstgelegene Sikhtempel in der Welt.

Gurudwara Sri Hemkund Sahib : Inmitten von schneebedeckten Bergen, unter anderem den Nanga Devi liegt dieser Sikh Schrein am Ufer des heiligen Sees. Hier soll der 10. und damit letzte Sikh guru, Guru Gobind Singh ji, einige Jahre meditiert haben, bevor er hier verstarb. Der Tempel ist in Sternform gebaut und soll an Guru Gobind Singh ji und seine Mission erinnern.

Unsere Gruppe nahm an den Zeremonien teil, wobei unser Professor, ein Sikh aus Frankfurt/Main, Germany ein spezielles Ritual für uns lesen liess.
Auch unser querschnittsgelähmter Kommilitone Oliver, der von vier Trägern den ganzen Weg von Govind Ghat nach Hemkunt hinaufgetragen wurde, nahm an dieser Zeremonie teil und wurde mit uns vom örtlichen Priester gesegnet.

Anschliessend laabten wir uns alle an dem köstlichen Eintopf der Gurudwara Küche in 4329 m und tranken mehrere Tassen Marsalatee.

Schliesslich ritten wir wieder nach Govind dham hinunter, um nach einer kurzen Teepause den Weg bis auf 1800 m nach Govind Ghat zu Fuss fortzusetzen.

Erschöpft und glücklich kamen wir gerade noch rechtzeitig vor Anbruch der Dunkelheit in unserem Hotel an.
Hier bekamen einige von uns gleich nach der Ankunft eine wohltuende Fussmassage, sodann ein erfrischendes Duschbad und eine gute Portion örtlichen Pilgeressens, in etwa Reis mit Gemüse und Sosse.

Natürlich waren wir, die wir es bis ganz nach oben zu Fuss und Muli geschafft hatten, die Queens und Kings der Gruppe. Der Rest der Gruppe zollte uns gebührend Bewunderung.
Aber vor allem bewunderten wir Oliver, der als einer der ganz wenigen querschnittsgelähmten Menschen der Welt es bis auf diese extreme Höhe von 4329 m geschafft hatte.

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