19 March 2016

Kolkata 1. Tag

Nun, da haben wir uns heute ein Taxi für den ganzen Tag gemietet für 1500 Rupies. (20€)Zuerst haben wir eine Stunde lang das modern Art Museum gesucht, das jedoch wohl erst gebaut wird...... Unser Fahrer war ganz verzweifelt. Schließlich gingen wir ins Wachsfiguren Museum, um dort zu fragen. Mit dem Direktor haben wir dann zu 4.  gesucht wo es so sein könnte, um dann zu erfahren, dass es noch nicht existiert. Sind wir halt ins Wachsfiguren Museum gegangen, wo wir schon mal da waren. Na ja, ist auch Kultur. Dann hat er uns zu einem Science Museum gekarrt, sehr primitiv. Physik zum Anfassen. Sind wir noch mit einer vorsintflutlichem Seilbahn gefahren und haben bisschen von oben fotografiert. Dann ab in den Birlatempel, einer Stiftung der superreichen Industriellen-Familie Birla, die in allen Großstädten ihre riesigen Tempelanlagen hinsetzen. Diese sind Gott Krishna geweiht, aber viele andere Hauptgottheiten sind dort auch immer vertreten. So, war der Tempel zu, die Gottheiten halten bis 4:30 Uhr Mittagsschläfchen. Also zwischenzeitlich mal eben zur riesigen St. Paulskathedrale, ja, Christentum in Indien. Heute war Konfirmation. Hab ich mich mit dem Pfarrer bisschen unterhalten und ihm gesagt, dass ich morgen vor 55 Jahren auch konfirmiert wurde. Da hatten wir ein gutes Gesprächsthema. Dann noch schnell in eine Kunstakademie um die Ecke, ganz nett mit dem einen Maler dort unterhalten, dann zurück zum Krishnatempel. Bei den Hauptgottheiten Darshan genommen, d. h. du musst von der Gottheit gesehen werden. O.k. Haben mich alle gesehen. Und dann durch den  Regen wieder mit dem Taxi ins Hotel. Und dann mit den Königs aus unserer Gruppe in ein schönes Dachrestaurant über einem der größten Märkte der Welt und dort fürstlich im Freien diniert. Oh, fast hätte ichs vergessen, noch etliche Armreifen nachts gekauft auf dem Heimweg. Kann ich doch nix dafür, wenn die mich anjammern: Kauf mich, Kauf mich. Hab ich sie halt mitgenommen. Sehen auch ganz süß aus. 
So, das wars , war ja auch genug für einen einzigen Tag, stimmts. 

1 comment:

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“Die europäische Familie”, sagte J.J….
“Gibt es nicht”, sagt der Bürger. “Ich war in Europa mit Kevin Egan aus Paris. Nirgendwo in Europa findet man eine Spur von ihnen oder ihrer Sprache, ausser in einem cabinet d’aisance.”

(Seite 365)

Erstausgabe 1922. Damals wie heute zutreffend.

James Joyce, Ulysses, Rhein-Verlag AG, Zürich, 1959

Etwas weniger als die Hälfte der Österreicher ist dem Gesäusel von den Vereinigten Staaten Europas nicht gewogen. Kein Wunder.

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