26 March 2016

Beginn der Rundreise

Beginn der Rundreise 20.3.
So, an unserem 2. Tag in Kolkata trafen wir dann morgens Karin und Alfons in der Hotelhalle. Die Begrüßung war so herzlich. Alte Freunde, die schon seit vielen Jahren zusammen reisen. Zuerst gingen wir auf den Markt um die Ecke. Sonntags ist natürlich nicht viel los, aber bei den Metzgern wird gemetzelt. Ziegenköpfe, diverse Eingeweide, Hähnchen Innereien, alles, aber auch alles wird verwertet. Nachmittags dann die Stadtrundfahrt zuerst zum Victoria Memorial, dann an die Ghatts wo ein paar Wasserrituale durchgeführt wurden. Nun ging es zum Haus von Mutter Theresa, anschließend kleines Tee Päuschen und weiter nach Kumbatuli, in den Stadtteil wo die Ton-Figuren für die Opfergaben hergestellt werden. Einige sehr große, zuerst mit Stroh, dann wird Lehm aufgetragen und modelliert. Die Figur muss nun trocknen wird nicht gebrannt, und dann erfolgt die prächtige Bemalung. Manchmal werden Haare angebracht und die Figur wird mit Stoffen geschmückt. Zum Schluss kommen die Augen dran. Diese werden verbunden und bei der Puja werden die Augen rituell geöffnet und zwar vom Pujari,. Erst dann ist das Idol der Gottheit wirksam. Die Figuren ( Idole) werden im Fluss Ganges geopfert und so Mutter Natur zurückgegeben. Am Abend nahmen wir noch an sehr schönen Vorführungen im großen Hof des Museums Teil. Alte Tänze aus den heiligen Schriften wurden von Schülerinnen der Universität aufgeführt. Im wesentlichen ging es um die Begrüßung des Frühlings wozu auch Gedichte des Poeten Rabindranath Tagore vorgetragen wurden. So wurde das Holifest eingeläutet. Eine sehr schöne Veranstaltung. Ja, und wie ich so alleine zurücklaufe komme ich an einer Wesleyan Church vorbei aus der bekannte Melodien tönten und ich konnte "wie soll ich dich empfangen und wie begegne ich dir" laut mitsingen. Darüber kam ich mit dem Organisten ins Gespräch, der sehr angetan war. Nur wir beide in der Kirche, diese hell erleuchtet, er spielt und ich singe. So irre. Ich erzähle ihm, dass ich an diesem Tag (Palmsonntag) vor 55. Jahren konfirmiert wurde. Ist er schier ausgeflippt. Dann musste  ich leider ins Hotel , denn wir waren zum Abendessen mit der Gruppe verabredet. Aber auch das war ein sehr netter, geselliger Abend mit gutem Essen in fröhlicher Runde. 

1 comment:

@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@@ said...


“Die europäische Familie”, sagte J.J….
“Gibt es nicht”, sagt der Bürger. “Ich war in Europa mit Kevin Egan aus Paris. Nirgendwo in Europa findet man eine Spur von ihnen oder ihrer Sprache, ausser in einem cabinet d’aisance.”

(Seite 365)

Erstausgabe 1922. Damals wie heute zutreffend.

James Joyce, Ulysses, Rhein-Verlag AG, Zürich, 1959

Etwas weniger als die Hälfte der Österreicher ist dem Gesäusel von den Vereinigten Staaten Europas nicht gewogen. Kein Wunder.

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