07 March 2015

Zurück nach Ahmedabad

Zurück nach Ahmedabad 

7.3.2015
Schweren Herzens verlassen wir Poshina Palace, dieses stimmungsvolle Einod hier in der dörflichen Idylle. Morgens werden wir von Vögelgezwitscher geweckt, der 
Muezzim ruft, ok nochmal rumdrehen, weiter schlummern. Maharadjalich frühstücken, bedient werden, keine Schlacht am Büffet. Herrlich. Wir fühlten uns auf dieser Reise besonders in der letzten Woche tief eingebunden in die hiesige Gesellschaft und hatten persönlichen, herzlichen Kontakt zu den Menschen hier. Also nicht nur abgehobene Zuschauer sein.  Gerne würden wir wiederkommen zu den großen Festen  der Stämme dieser Gegend, und vermutlich geht der hiesige Tourismus in Zukunft auch in diese Richtung. Auch kann man ja sogar heute schon als zahlender Gast an Maharadja Hochzeiten teilnehmen. Das wär doch auch mal was. Oder an einer Tribal Hochzeit, wo mehrere Stämme zusammenkommen und tanzen, feiern etc. Wir  waren mal in Bali auf einer riesigen Hochzeit eingeladen, ganz toll.
Tja und leider sehen wir dann unseren ersten Unfall in  3 Wochen, ein Auto liegt upside down im Acker in einer Kurve. Und wenig später treiben Rabari Ethnien ihre Büffelherde über die Straße, man muss halt  auf alles gefasst sein. Wir sind auf der Rückreise und durchqueren die vertrauten Ortschaften, hier und da hatten wir letztens einen Chai getrunken, Pakoras gegessen, Fotos gemacht und a la primitivo  kommuniziert. Wir sehen die Felder, die jetzt bald abgeerntet werden, denn vor dem  Monsum muss die Ernte eingebracht sein. Hoffentlich klappt alles wunschgemäß. Hier wächst nun links und rechts Pastis, Ricard und Ouzo, na ja der Rohstoff halt. Nun noch schnell den Jain Tempel von der Stadt Ider angeschaut, hübsch gelegen am Fuße riesiger  Berge an einem kleinen See. Und nun geht's ab zur Chaibreak, vielleicht finden wir ja sogar eine Lassiría am Weg. Und dann denkste an nix und schon passiert's, am Waschplatz von Ider, Riesengruppe von Frauen, Mädels und Kinder. Und wir mit den Kameras, Fotos etc. mittendrin. Wir machen mit denen voll die Gaudi und die spielen total mit, pumpen  wie die Weltmeisterinnen, kippen Wasser ein, um, aus, über. Türmen mehrere Wasserkrüge aufeinander  bis sie umfallen, alles in vollem Ornat, zum Schluss alle pitschpatschnass  und lachen und lachen und lachen. Die Männer abseits, die haben an der Wasserstelle nix verloren, Frauensache. Alfons ist  nur auf Portrais aus, ein gefundenes Fressen für ihn, Karin will Action, ich will authentische Situationen. Unser Fahrer und unser Guide erfreuen sich an dieser Tourigruppe, wie sie mit den Einheimischen interagieren. Die beiden lachen sich scheckig. Gaudi vorbei, noch schnell ein paar Männer abgeknipst, damit sie nicht heulen und schon geht's weiter. Junge, Junge, das war mal  wieder was. Paar Meterchen weiter zieht eine Büffelherde von geschätzten 200 Tieren vor uns her. 3 Rabani, mit roten Turbanen führen sie die Straße entlang  Fotostopp und zwar direkt vor einem Chaistand, Päuschen eingelegt, ARD 1. Reihe!
Little später Mittagspause an einer Raststätte, bestes Dhaal ever gegessen. Oh wie werde ich das vermissen! So toll kochen die unten in Goa nicht! Da ist schon vieles auf Touris abgestimmt. Und jetzt kommen wir allmählich in Ahmedabad an, Schluss mit Dorfidylle, Büffel, Schafe, Ziegen... Hupkonzert ist wieder angesagt. Tuktuks en masse, überholen rechts, links and zwischendurch. Das andere Indien hat uns wieder. Eine wunderschöne Erlebnisreise geht zu Ende. Auf Wiedersehen Gujarath und Namaste!

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