13 October 2007

Die Geister der Toten

Die Geister der Toten können Unglück bringen und müssen aus dem Dorf getrieben werden, dies geschieht mit Hilfe der Maskentänze. Erst wenn diese ordnungsgemäß durchgeführt wurden, ist das Dorf sicher vor den Geistern.
Der Sinn liegt darin, dass alles an seinem Platz sein muss. Die Toten müssen bei den Toten und die Lebenden bei den Lebenden sein.
Allerdings so wird beschrieben, geht das nyama, die Lebenskraft oder Energie der Verstorbenen nicht verloren und kann genutzt werden. Sie muss sich nur irgendwo manifestieren. Deshalb nehmen die Masken mit den Verstorbenen Kontakt auf und so wird die energie der Verstorbenen gebündelt und in einem Schrein manifestiert. Diese Schreine sind die Kraftorte der Gesellschaft.
Die Mythen besagen, dass die Dogon auf Ihrer Wanderschaft aus dem Mandeland von der erde mitgenommen haben, wo der erste Dogon-Tote als Schlange in der Erde verschwand und als man im Zuge der Umsiedelung das Grab öffnete, fand man 8 Steine darin. Die Erde und die Steine nahm man mit. Später wurden Schreine eingerichtet und jeweils etwas von der Graberde dazugegeben. Dieses System hat sich multipliziert. Diese heilige Erde ist also in allen Schreinen vorhanden.
Die Lebenskraft der Toten wird nun durch Opfer in den Schreinen manifestiert.
Die Energie das nyama geistert so lange rum, bis es im Schrein manifestiert wird. Hier kann man es abholen.

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