18 March 2007

Polizeikontrolle

Pa der Vadder mitten im Blog!!!
Gestern, also Sa. 17. Mrz. Haben wir uns erneut ein Auto gemietet – bei einem anderen Typen. Zum gleichen Preis, also Rp. 85.000 –umgerechnet ca. 7 EUR-, aber ein neueres Fahrzeug, klappert weit weniger, viel besser in Schuss …
Mit dem sind wir erst einmal nach Denpassar gefahren, Staedtchen ansehen. Ist die Inselhauptstadt, sehr ausgedehnt, ca. 15 km von hier. Da man hier im Sueden der Insel fast dauernd duch besiedeltes/bewohntes Gebiet faehrt, und weil die auch keine Ortsschilder haben, spuert man irgendwann: jetzt bin ich in Denpassar.
Zuvor hatten wir noch ein Erlebnis der besonderen Art: ich biege gerade um eine Ecke, da sehen wir 50 m vor uns Polizei. Polizei!!! Ueber die hier liest man gelegentlich wenig Lustiges. Ich also ran an den Posten, Scheibe runter: "This is a police control". Er wollte die Papiere sehen. Ich ahnte Widriges, denn Pass hatte ich (natuerlich) nicht dabei, und der Internationale Fuehrerschein, auf den die hier einigen Wert legen, ist nach 3 Jahren Gueltigkeit seit Januar abgelaufen. Ich also den Euro-Fuehrerschein raus, der guckt ihn sich an und meint "International License". Ich greife also in den Rucksack hinter mir, hole den hervor, schlage ihn auf Seite 5 auf, wo mein traumhaftes Passbild drin ist mit den anderen Eintragungen, halte ihm das vor, er guckt hinein, zufrieden. Bedankt sich und raet mir noch, auf Bali vorsichtig zu fahren … Die Titelseite mit dem abgelaufenen Gueltigkeitsdatum sah er nicht!
 Als wir dann o.g. Gespuer fuer Denpassar vernahmen, checkten wir dann auch auf dem Stadtplan, wo genau wir waren, und schon waren wir im hiesigen Museum. Da zeigen sie Einiges ueber und von Bali, Urgeschichte, Frueh-, Mittel- usw., Kunsthandwerk usw. Nix Wildes, "muss" man aber gesehen haben.
Dann schlenderten wir noch ueber den Markt, der war im Untergeschoss eines grossen Gebaeudes, das als Riesen-Geschaeft dient, wo hunderte von Haendlern einige Quadratmeter haben. Auf dem Markt gab es natuerlich so ziemlich Alles, Gemuese ohne Ende … Opfergaben, die ja nur wenige Cent kosten, sind zumindest derzeit der Renner. Eine Frau sprach uns uns mitten drin an, "Gewuerze gaebe es im ersten Stock". Wir also mit ihr nach oben –komisch, dass die den gleichen Weg hatte wie wir…- , und am Gewuerzstand stellte sich dann heraus, dass es ihrer war. U.a. Vanille: eine bestimmte Menge sollte 200.000 kosten. Interessierte uns ja nicht sonderlich, gaben wir ihr auch zu erkennen. Da wollte sie nur noch 100.000. Wir machten uns dann weiter, wollten ja nicht den Rest des Tages mit Feilschen um Vanille verbringen, die wir gar nicht wollten, und da bot sie uns das Paeckchen fuer 50.000 an. Ja, so sind sie, die Haendler hierzulande.
Danach fuhren wir dann weiter nach Sueden, wir wollten ja noch ganz ans Ende von Bali zu einem Tempel hoch ueber den Meeresklippen, und dort waehrend Sonnenuntergang auch eine Kechak-Tanz-Auffuehrung erleben … mehr darueber separate.
In Sanur kamen wir auch vorbei. Der beruehmte Sanur Beach!!! Die Kataloge der Reiseveranstalter sind ja voll mit dortigen Angeboten Der allererste Eindruck war etwas ernuechternd, schmaler Strand, Wasser schien "problematisch", ein gammeliges Hotel sahen wir am Strand. Aber das war wohl "nur" das noerdliche Ende des Strandes, es scheinen sich die Nobelherbergen dann anzuschliessen. Die sieht man nicht unbedingt vom Ende des Strandes aus, weil meist flach gebaut, in Gruenanlagen zurueckgesetzt … aber: fast menschenleerer Strand! Eine Katastrophe fuer die Wirtschaft hier, viel zu wenig Gaeste allenthalben. Wo von sollen die Leute hier leben, viel etwas Anderes als den Tourismus haben die nicht. Die Leerstaende und Ueberkapazitaeten erkjlaeren z.t. auch das partiell unheimlich niedrige Preisniveau…
Nach Sanur kurvten wir noch weiter unserem Tempel entgegen … danach wollten wir ja auch noch essen. Hatten von einem neuen Resort oben auf den Klippen ueber der Meer gelesen. Zu erreichen ueber eine Stichstrasse, die von der Hauptstrasse abbiegt … Wir also im Dunkeln auf der Hauptstrasse zurueck, und wo aus einer Nebenstrasse ein Taxi herausgekommen war, bogen wir hinein – wir dachten, da koennte es sein (natuerlich wieder keinerlei Schilder; und dunkel). Da ging das dann munter rechts und links, runter und auch wieder rauf, ich mit 970 cc und ??PS! Einmal wollte ich in der Steigung vom 3. in den 2. Gang runterschalten, merke, dass ich fuer den 2. auch schon zu langsam bin, schmeisse den Ersten rein … und abgewuergt! Bei zig Prozent Steigung Anfahren am Berg … zum Glueck zog die Handbremse so einigermassen! Mit null Peilung, wo wir sind, hatten wir das Gefuehl, irgendwie im Kreis zu fahren und hofften nur, auch noch 'mal auf so etwas wie eine Hauptstrasse zu kommen (alle Nebenstraesschen muenden irgendwann in eine "wichtigere" Strasse!). Als wir die Hoffnung auf was Anstaendiges zu Essen gerade aufgegeben hatten, kamen wir an eine Kreuzung mit einem Schild zum … Resort – nur noch 1 Kilometer). Geschafft.
Bin ich jetzt auch … und tschuess!!!


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3 comments:

Philipp said...

Hi Fans, hier schreibt der PeHa.
Sonntag nachmittag, und ich komme endlichg mal dazu, eure Reiseberichte zu lesen. Spannend, spannend. Das mit der Polizeikontrolle hatte ich neulch an der Grenze auch, nur auf schwiezerdütsch. Und das ohne KFZ-Schein, der liegt als noch beim Geheimrat.
Ich also denen erstal meinen Ausländerausweis gegeben (ja, das ist so ein Ding was dich als Ausländer zu erkennen gibt. Als ob man das an meinem Akzent nicht schon merkt oder an Hand meiner Abneigung gegenüber Bergzwergen und Steinewerfern.) Und den Perso habe ich auch gezückt. Ist er dann mit weg gelatscht und kam 1 min,. später wieder. "Schöne Fahrt nohc". Puuh. Ichs sachs euch, da kommt man immer shcön ins Schwitzen.
Auf der Arbeit hab ich gerade derartig viel zu tun, dass ich jetzt schon mein Gastspiel auf der europäischen Vertriebskonferenz verkürzt habe und wirklich nur zu meinem Auftritt dort hin komme. Dienstag hin, Mittwoch abend werrer zurück. Nix mit viel Small Talk halten.
Heute waren wir mal an der Dreisam spazieren, 45 min. bis zum Dreisamufer-Cafe. Dort schön Pflaumenküchlein gegessen und Cappuccino geschlürft. Dann wieder durch den dropselnden Regen heim. Naja, nicht ganz so schlimm wie ein Monsun.
Ach, gestern waren wir auch meinen Hocheitsanzug kaufen. Genau den, den ich wollte hatten sie nicht, aber wir haben den Stoff en Hand des einen identifiziert, den Schnitt an Hand eines anderen und die Größe eh gemicht. Wird extra angefertigt in Italien. Preis zum in Ohnmacht fallen aber durchaus gerechtfertigt. Erzähle ich euch dann mal offline.

Ala, machts mal gut und bis die Daach, viel Spaß noch bei den Ritualen und auf den Straßen Balis
eure Kathrin und Philipp

Jan on Tour said...

Ich dachte schon, jetzt habt ihr auch mal das Ritual zur Einweisung in einen balinesischen Knast erlebt. Keim Reisepass dabei und einen abgelaufenen Führersein...
Aber das ging ja nochmal alles gut. Nichtmal ein Ticket für zu schnelles fahren. Das hätte man vielleicht schon erwartet. Wo man schonmal angehalten hat.
Waren heute mal draussem am Aeropuerto. Da steht die Woch ein A380 rum. Haben extra die Besucherterasse geöffnet, damit sich die Leuts den mal ansehen können. Aber richtig mit Security Kontrolle und Durchleuchtung. Als ob man einsteigen wollt. Und eine Schlange von da bis hinne. Ich schätze, da hat man zwei Stunden angestanden. Das Ende war kurz vor den Autovermietungsschaltern (im T2, da wo auch die Rolltreppe zu diesem Sky Train ins T1 rüber ist. Und der Ausgang der Besucherterasse ist ja da oben beim McDoof (nur links rüber).)
Heut in erri Woch hab ich schon den ersten Skitag in Ischgl hinter mir.

Gina said...

viel Spass beim Skifahren und immer eine Handbreit Schnee unter der Kuve aus Bali 32 Grad und morgens manchmal Hochwasser auf der Strasse. Na und .....
Und dem PH sei gesagt: die Kunst des Lebens besteht darin zu geniessen nicht zu schuften, ds ist auf jeden fall keine Kunst.

Gruss von hier.