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05 November 2008

NipponSweat - bottled sweat made in Japan



If your armpits don't produce enough sweat you can buy some here from a machine. .... this is to make sure to get a seat in the crowded trains in Japan without ruining your clothes .....



This was seen in the main train station in Beppu, Japan, a town known for their onsen their public baths were they bathe in hot, very hot mineral water. And of course they sweat a lot there - so they collect the sweat

and sell it right away ... as is seen in this picture. Who wouldn't like to get a seat in thes nice trains ....

To those of you in doubt: NO, this is NOT true!!! It is a joke. Of course the Japanese do NOT drink sweat. This is just a brand !!!!!!!!!

11 May 2008

Shinkansen zum Letzten, Asakusa und Shinjuku

Heute nahmen wir die letzte Etappe in Angriff: eine letzte Fahrt mit dem Shinkansen. Ab Tokyo nach Norden, auf den diversen Linien, haben die ja noch mehr Typen als "nur" den Hikari und den Kodama und den Nozomi.

Heute, zur Krönung, fuhren wir mit MAX. Was das heisst? Steht neben drauf ... Und sieht der mit seiner "Schnauze" nicht unheimlich aus?


Und das Irrste, warum ich überhaupt noch mal die alte Leier mit dem Shinkansen anstimme: der MAX ist ein Doppeldecker! Jawohl, was bei uns vor einigen Jahren im Nahverkehr eingeführt wurde (nach entspr. Erprobung zuvor in der "Damaligen"), heizt seit Jahren hierzulande mit weit über 200 Sachen Honshu rauf und runter.

Wir heute also nach Tokyo, raus am Bahnhof Ueno, weiter mit der U-Bahn nach Asakusa (sprich: Asaksa), da die Touristeninformation aufgesucht. Und da bringt uns doch glatt deren Uhr in der Fassade das Zwölf-Uhr-Ständchen. Fast wie in Rothenburg o.d.T.

Nach dem Einchecken gleich zum Tempel. Das ist ein ganz bekannter, jeder Tokyo-Besucher war schon dort. Bekannt ist er vor allem durch die riesengroßen "Lampions" in den Zugangstoren. Das gegenwärtige Bauwerk stammt von 1964, rechtzeitig also fertig geworden für meinen Besuch des Tempels 1965.

Heute am Sonntag waren ganz schön viele Leute da, stellenweise gab es echt einiges Gedränge.

Und es kamen nicht nur Touristen, sondern auch Menschen, die ihre Götter anriefen und ihnen ihre Wünsche vortrugen. Damit sie eher Gehör finden, unterstreichen sie Ihre Bitten mit einem kleinen Geldgeschenk, das in bereitstehende Kisten geworfen wird.

Touristenattraktionen gibt es natürlich auch, auch Pilger wollen in Gaststäten essen und trinken, Souvenirs mit nach Hause bringen, auch sonstige Unterhaltungen genießen, im harmlosesten Fall Rikscha fahren.

Wir hatten von einem Brauereiausschank der ASAHI - Brauerei gehört und spürten diesen im niedrigeren rechten dieser Gebäude auf, dem niedrigen schwarzen Kubus. Die Gaststätte heisst "Flamme d'Or", und das Riesending oben auf dem Kubus soll eine goldene Flamme darstellen und wurde zum Sinnbild des Unternehmens gekürt (!). Das Innere dieser Gaststätte wurde von Super-Designer Phillippe Starck aus Frankreich gestaltet. Leider gelang es dem Gaststättenbetreiber, durch Hinzustellen zahlreicher profaner Billigmöbel den edlen Gesamteindruck ordentlich zu verhuntzen. Und dann auch noch auf Theke, Anrichte, ... so viel unordentlich herumliegender Schrabbel ... Zugegebenerweise hat uns das Bier dort schon geschmeckt, aber der Weg hat sich nicht unbedingt gelohnt. Von der gähnenden vornehmen Leere ganz abgesehen.

Eigentlich hätten wir lieber unter den "Pilgern" in den Straßenlokalen in den engen Sträßchen rund um den Tempel von Asakusa unsere Pause gemacht, wo dieses Bild entstand.


Abends ging es dann noch in ein echtes "In" - Quartier von Tokyo, nach Shinjuku, eines der Geschäfts- und Vergnügungszentren. Und hier waren sie denn auch, die Millionen Jungjapaner, die wir sonst schon häufig vermissten. Das Licht in Shinjuku ist stellenweise recht rot, aber auch für "nur" Hungrige und Durstige, bzw. für Karaoke Sänger ist es ein ideales Ziel. Wir flanierten eine Weile durch die breiteren und auch engeren Straßen und fanden denn auch wieder eine Gaststätte unseres Lieblingstyps, wo man nämlich auch am Tresen essen kann.

In den Tischen waren hier Grillplatten eingelassen, und am Tresen war vor der normalen "Tisch-"Platte noch eine Granitplatte eingebaut, auf der die Gerichte gegart und anschließend heiß gehalten wurden. Hier wird unser köstlicher "Bratling" gerade dekoriert.

Und auch hier wieder jede Menge Jungvolk, die hier ihr Vergnügen haben und mit dem Gaijin auch mal einen Spaß mitmachen. Hier ist immer Stimmung, es wird viel gelacht, und es gibt viel zu sehen. Das Essen ist immer lecker. Diese Sorte Kneipe werden wir echt vermissen.

07 May 2008

Zug von hinten, Herz in der Hose

Gestern passierte nun etwas, was es in Japan nicht gibt: der Shinkansen hatte 2 Minuten Verspätung. Nun muss man wissen, dass es unterschiedlich schnelle Shinkansen gibt und sie halten auch nicht in allen und nicht in denselben Städten, obwohl auf der gleichen Strecke.
Der Nozomi ist der schnellste, den dürfen wir mit unserem Railpass nicht benutzten. Der Hikari ist auch wahnsinnig schnell, den dürfen wir nehmen und der Kodama ist auch immerhin noch mit unserem ICE vergleichbar. Da wir nun die Mammutstrecke von Tokoshima auf der Insel Shikoku bis nach Nagoya auf Honshu, ca. 600 km entfernt, vorhatten, war alles auf die Minute ausgeklügelt, nur hatten wir nicht mit einer Verspätung von 2 Minuten gerechnet. Kurz und gut, sie fehlten beim Umsteigen in diesem Riesenbahnhof von Shin-Osaka, der ca. 5 x so groß wie der Frankfurter ist, mehrere Etagen, mehrere Eisenbahnlinien und mehrere Shinkansen Gleise. Und das alles im Feierabendverkehr einer Millionenstadt.
Ja, da schloss der Kodama vor unserer Nase die Türen und dann rien ne va plus. Watt nu?
Auf dem Nachbargleis nur ein Nozomi. Abfahrt in 2 Minuten. Aber - dürfen wir nicht nehmen. Wir uns nur angeschaut, beraten konnten wir nicht und rein mit uns und unserem Gepäck. Hingesetzt, hoffend, dass bis zur nächsten Haltestelle in 1 Stunde kein Schaffner käme. Weit gefehlt! Nach 30 Minuten erschien die Schaffnerin. Oh, wie ging uns die Muffe. Großartige Erklärungen,warum, wieso, Zug 2 Minuten Verspätung, Kodama weg, erschienen uns zwecklos, weil sowieso: solly, no English... Wir also kühn unsere Railpässe gezeigt, die nächste Haltestelle: Nagoya genannt. Blitzschnell hat die junge Schaffnerin gepeilt, dass wir alle unser Gesicht wahren, wenn es keine Argumente gibt. "O.K" sagte sie und ging weiter.
Junge, Junge polterten uns lawinenartig 2 Steine vom Herzen.

04 May 2008

Ein Hauch von Freizeit

...liegt über der Stadt Tokushima, wo wir nach "intensiver" Bahnfahrt heute Nachmittag ankamen. Intensiv war die Bahnfahrt insofern, als wir auf der Landkarte gar nicht soooo viele Kilometer zurückgelegt haben, tatsächlich aber runde 650 - und das in sechs Stunden - bei dreimal umsteigen. Ein ganz ordentlicher Schnitt ...

Das liegt aber vor allem Daran, dass wir einenhalb Stunden auf der Shinkansen - Linie mit dem Hikari gefahren sind - und wenn der fährt, dann fährt er ...

Die Golden Week haben wir heute auch insofern zu spüren bekommen, als in dem Express von Beppu rauf nach Kokura der Zug zu 110 % besetzt war. Gina und ich standen im Waggon hinter der letzten Sitzreihe, da ist ca. 40 cm Platz für größeres Gepäck. Kurz vor Kokura standen sie auf dem Gang dicht bei dicht, es war nicht mehr feierlich. Da wir für die Weiterfahrt Schlimmstes befürchteten, nutzten wir den Zwischenstopp in Kokura dazu, uns Plätze zu reservieren für die nächsten Teilstücke. Ist kostenlos für JR Railpass - Inhaber wie wir.

Zwischen Okayama und Takamatsu ratterten wir dann auch über viele Kilometer Brückenkonstruktionen - Island Hopping für Eisenbahner: die Brücke über die Inlandsee rüber nach Shikoku wurde unter Ausnutzung mehrerer Inselchen gebaut, da hat das mit den Spannweiten und Pfeiler-Abständen besser hingehauen.
Und als wir uns Takamatsu näherten, waren große Industrieanlagen-Stahl, Werften, Kraftwerk- zu sehen. Auf der einen Werft waren sie dabei, mehrere Flüssig-Erdgas-Tanker mit den markanten Kugeltanks über Deck zusammenzuschweißen.

Der Hauch von Freizeit stellte sich dann hier in Tokushima ein. Das Hotel ist picobello und liegt an einem nicht allzu breiten Fluss, direkt zu unseren Füßen ein Yachthafen, gegenüber auf der anderen Seite scheint sich das Clubhaus zu befinden, auf der Terrasse und auch drinnen flackerten Fackeln im leichten Wind.

Und wir landeten nach einigem Suchen mal wieder in einer tollen Kneipe. Zuerst war nix frei, da suchten wir weiter, fanden aber nichts Besseres und probierten 15 min. später nochmals. Da musten sie erst abräumen usw., aber wir konnten bleiben. Das war wieder so ein typisches japanisches Restaurant mit sechs oder acht niedrigen Tischen, an denen man auf dem Fußboden sitzt. Die sind für Gruppen zwischen vier und so etwa zehn Leute vorgesehen. Die einzelnen Tische sind durch Sichtblenden dr unterschiedlichsten Art optisch getrent. Wenn zwei -wie wir- kommen, sitzen die am Tresen, weniger als zwei Meter von Kochstelle, Spülbecken usw. entfernt. Speisekarte nur auf japanisch, aber Bier und Tempura können wir verständlich bestellen, den Salat orderten wir, indem wir auf den bei den Nachbarn zeigten, Eieromlettstücke ebenfalls, die Grillspießchen erklärten wir ihm mit Hilfe der Essstäbchen ... Und so war auch heute wieder der Tisch reichlich gedeckt, und die Gäste um uns herum (ausnahmslos junge Leute) hatten mit uns ihren Spaß.