So, und wenn ich denke, dass heute genauso ein schöner Sonnenuntergang ist wie gestern, dann habe ich mich gründlich getäuscht. Man denkt immer, in Indien, ja da ist es immer heiß und die Sonne plumpst abends ins Meer. Nix da, heute wolkig und eigentlich hätte sich das hier nicht gelohnt. Aber bald ist die schöne Zeit hier vorbei und so gönnt die englische (nee deutsche) Lady sich einen Gin And Tonic. Egal ob mit Sonnenuntergang oder ohne. Und da der Besitzer heute nicht hier ist und der boy auf ein schönes Trinkgeld spekuliert meint er es besonders gut mit mir. Heiliges Kanonenrohr. Doppelt Gin. Brauch ich heut nix mehr. Kein Wein zum Essen heute, nix ! Der boy, Vishu, 24, ist so putzig. Während des Monsuns, wenn hier nichts los ist, ja da ist er daheim bei Mama und Papa in Rajasthan Ca. 2000 km von hier und trägt dort zum Lebensunterhalt der Familie bei. Er arbeitet nachts als Portier in einem Hotel. Hier im Shack arbeitet er nur fürs Trinkgeld. Was kann das schon sein. Von uns kriegt er 30 Rupien, Ca . 40 €Cent. Und hoffentlich muss er das nicht auch noch mit dem Mindeststeuersatz versteuern. Jetzt um 18:35 , bei Ca. 28 ° gehen die Einheimischen hier mit der Freundin spazieren, spielen Ball oder gucken nach der Arbeit den Touristen zu. Und ich gehe mich gleich duschen, umziehen, feines indisches Outfit an und dann zum Essen. Denn obwohl ich eigentlich nix Richtiges geschafft hab den ganzen lieben langen Tag, ein kleines Hüngerchen macht sich ab 19 Uhr breit. Tschüss denn bis denne, Fisch wird's geben mit Salat.
05 March 2016
03 March 2016
Neues aus Goa
So, nachdem die Engländer hier im Hotel die deutsche Sitte des Handtuch Hinlegens übernommen haben und unsere Lieblingsliegen gestern schon zu fast nächtlicher Stunde besetzt waren, habe ich Ihnen heute ein Schnippchen geschlagen und bin schon um 7 meine 20 Bahnen schwimmen gegangen. Handtuch hingelegt und gut ist. Und jetzt sitze ich bisschen antrainiert auf dem Balkon und höre WDR 1Live, schreibe bisschen von meinen Heldentaten und genieße die ganz ruhige morgendliche Stimmung. Außer Baby Rose gegenüber ist hier noch niemand wach. Klar, Jude, der Poolmanm hat schon ordentlich den Poolgrund gesaugt und die Blätter der diversen riesigen Bäume rausgefischt. Jetzt schleppt er hohe Stapel frische Handtücher zu den Liegen. Alles soll schon vorbereitet sein, wenn die Gäste sich aus ihren Betten bequemen und sich ächzend auf die Liegen fallen lassen. So ein Schaff aber auch. Können die doch nix dafür wenn die Bäuche immer fetter werden, warum stellt das Hotel aber auch so ein leckeres Frühstücksbüffet in den Garten. Eindeutig das Hotel schuld. Und paar Runden im Pool drehen ist ja wohl auch eine Zumutung. Entweder ist er zu warm, da erfrischt man sich ja gar nicht, das ist an der Ostsee viel besser. Oder aber zu viel Chlor drin, da könnte ja die sonnengebräunte Haut ausbleichen. Chlor nimmt man ja schließlich auch um die Wäsche zu bleichen. Es reicht vollkommen wenn man auf das türkisblaue Wasser guckt und den anderen zuschaut, kleines fachmännisches Schwätzchen hält und die Empfehlungen für die besten Restaurants in town austauscht. A propos Restaurant. Wir waren gestern im Sheetal und wurden so freundlich per Handschlag begrüßt. Oh wie schön uns wiederzusehen. Mich erkennen sie alle wieder, bin ich doch so ziemlich die einzige Lady, die im indischen Outfit dinieren geht. Lange Hose und ein langes Hemd darüber, alles aus dünner Seide, schön kühl. Salva Kameez nennt man das. Die Arme voll mit Bangels, den indischen Armreifen. Klar dass man mich wiedererkennt. Ok, geh ich mal nach dem Frühstücksbüffet gucken, nicht, dass die dicken Engländer mir alles wegputzten.
Jude, der Poolmann richtet unsere Liegen ein.
From Ginas best iPad in Goa


