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09 May 2008

Fuji -- Fujikato








Heute früh war es dann soweit. Wir mussten Abschied nehmen vom Fuji. Er hatte sich auch denn in ein weißes Wolkenkleid gehüllt und war kaum wahrnehmbar.
Also nahmen wir den Bus, der sekundengenau abfuhr und minutengenau am Tokyoter Shinkansenbahnhof ankam, nach zweidreiviertel Stunden Fahrzeit. Dann auf den Shinkansen und anschließend auf einen Bummelzug und nun sind wir in Nikko, einer der Weltkulturerbestädte. Wir wohnen diesmal bodenständig, d. h. in einem Ryokan mit eigenem privaten Onsen, mehr so größere Badewanne aber man kann gemeinsam reingehen, riesige Fensterscheiben, Blick in den urwüchsigen Garten am Fluss. Schlafen tun wir auf drei dicken Matten in Matratzenstärke, auf dem Boden. Gegessen wurde Sukiyaki, dieses Gericht mit dem Stövchen, wo dann alles so vor sich hin schmurgelt. Lecker.

08 May 2008

Fuji in der Morgensonne


Blick von unserem Zimmer im Hotel Regina in Kawaguchiko/Japan heute morgen um 8:30 Uhr, bei strahlendem Wetter. Heute wird der Berg erklommen, bis zur Fünften Station fahren wir per per Bus. Und gleich gehts los.

07 May 2008

Auf zum Fujisan

Dass wir in Nagoya übernachteten, lag vor allem daran, dass diese Stadt direkt an der Bahnlinie liegt, wenn man Richtung Osten will - so wie wir. Da brauchten wir keine Umwege machen. Nicht gerade früh kamen wir an, wir fanden um die Ecke aber gleich ein sehr nettes Restaurant "Japanese style", wo wir an einem niedrigen Tisch saßen, die Füße aber in der Vertiefung darunter Platz fanden.


Zumindest das moderne Zentrum dieser Millionenstadt ist beeindruckend, siehe z.B. den abgelichteten Hauptbahnhof mit seinen zwei Riesentürmen. Und was einem da an Bahnbenutzern entgegenkommt ... !!!

Morgens früh dann weiter mit dem Shinkansen. Wir wollten ja eigentlich knapp hundert km vor Tokyo aussteigen, um zum Fujisan zu gelangen, aber es stellte sich heraus, dass für uns die beste Verbindung über Yokohama (direkt bei Tokyo) ging. Zwar Umweg, aber schneller. Unterwegs dann plötzlich ein Blick zum Zugfenster hinaus ... und da war er: der Fuji - in all' seiner majästetischen Größe - und recht klar zu sehen.


Da wurde es hektisch bei Siebrechts. Kamera raus, guten Platz zum Fotografieren suchen - schließlich muss man den Berg, wenn man ihn denn sieht, grafisch - datenverarbeitungsmäßig festhalten. Und dann Fotos gemacht bei weit über zweihundert Sachen.


Den Berg sieht man über Feldern und Wäldern, der "steht" hoch oben über Industrieanlagen ...

Und nach mehrmaligem Umsteigen (in der Millionenstadt Yokohama hatten wir dafür nur fünf Minuten, und auch das reichte!) kamen wir dann endlich um ca. 13:30 hier in Kawaguchiko an einem der Seen nördlich des Fujisan an. Hotelzimmer aufgesucht, und was sehen wir vom Balkon? Den Fujisan. Inzwischen aber bei etwas diesigerer Luft, also weniger klar.


Nachmittags fuhren wir noch mit der Seilbahn auf einen kleinen Berg, von dem aus man eine besonders schöne Aussicht auf den Fujisan hat. Und da entstand dann dieses Bild.

Und dort stießen wir auch auf eine deutsche Touri-Gruppe - auf Kyushu und Shikoku waren Wessis absolute Mangelware - , und mit einigen aus der Gruppe kamen wir auch über den Fuji ins Gespräch. Und da wurde ich doch glatt gefragt, ob ich schon mal oben gewesen sei. Klaro! Vor 43 Jahren !!! Anerkennendes (?) Schweigen.

Ja, das war was damals. Mittags um 14:00 unvorbereitet losgezogen, keine Ahnung, wo es langgeht, aber diesen Berg kann man eigentlich auch nicht verfehlen. Zunächst viel Flachland zu durchwandern, als es dunkel wurde, wurde es allmählich steiler. Der Weg im Wald war fast nicht zu erkennen in der Dunkelheit. Von der fünften Station aus war es dann einfacher: eine ununterbrochene Kette von Taschenlampen tragenden Japanern strebte dem Gipfel entgegen, mein Kumpel und ich dazwischen. Nach zwei Uhr morgens gönnten wir uns eine Einkehr in einer der Hütten ("Stationen"), zu Essen gab's wohl nichts, wir tranken aber reichlich Tee, schliefen auch noch eine kleine Runde, bevor wir uns gegen vier wieder aufmachten. Den Sonnenaufgang erlebten wir zwar hundert Meter unterhalb des Kraterrandes, es war aber trotzdem ein grandioses Gefühl.

Ob ich den Fuji heute gerne nochmal erklimmen würde? Geht heute leider nicht, Klettersaison ist nur vom 1. Juli bis zum 31. August. Vorher hat es oben noch zu viel Schnee, und im September drohen schon wieder die Taiphoone, die dort oben dem Wanderer lebensgefährlich werden können.